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Von Multi-Channel-Datenflut zu Kundenkommunikation: Eine Fallstudie in KI-gestütztem Inputmanagement

Kunden nutzen viele Kanäle, um mit Dienstleistern wie Versicherungen in Kontakt zu treten: vom handgeschriebenen Briefen über E-Mails bis hin zum VoiceBot. Diese Vielfalt effizient zu verarbeiten und zielgerichtet in die Sachbearbeitung weiterzuleiten, ist die Aufgabe des Input-Managements.

Heute ist dabei oft noch viel Handarbeit im Spiel, was enorme Kosten verursacht. Vorstände unter Sparzwang (und angefeuert durch die Vertriebsmannschaften der Hyperscaler) versprechen sich von KI-Einsatz massive Effizienzsprünge. Allerdings liegen zwischen den Erwartungen und der Realität betrieblicher Anwendungen Welten. KI ist eben doch kein Feenstaub.

In diesem Vortrag blicken wir hinter die Kulissen moderner Input-Pipelines. Wir analysieren die Komplexität der Daten (Millionen von Nachrichten, Tausende Arten von Anliegen) und zeigen die Grenzen der (heutigen?) KI. Turns out: auch „alte“ Techniken der Datenextraktion wie OCR und Reguläre Ausdrücke haben noch ihren Platz.

Wir zeigen, wie modernes Input-Management mit KI geht (und wie nicht), welche Erwartungen realistisch sind (und welche nicht). Wie wir dahin kommen, trotz Halluzinationen und Prompt-Injection, wie wir Daten und Compliance zusammenbringen, und warum man den Angeboten gewisser Hyperscaler mit Vorsicht begegnen sollte, wenn man Vendor-Lock-In vermeiden will.

Vorkenntnisse

Grundkenntnisse in KI und Softwaretechnik sowie grundlegende Erfahrungen in betrieblicher IT sind hilfreich.

Lernziele

Dieser Talk vermittelt dir:

  • Architektur-Verständnis: Wie man hybride Pipelines entwirft, die klassische Extraktion (OCR/RegEx) sinnvoll mit modernen LLMs kombinieren.
  • Risikomanagement: Strategien zum Umgang mit Halluzinationen und Sicherheitsrisiken (Prompt Injection) in kundennahen Prozessen.
  • Evaluierungskompetenz: Kriterien zur Entscheidung zwischen proprietären Hyperscaler-Lösungen und souveränen Open-Source-Ansätzen (Vermeidung von Vendor-Lock-in).
  • Realitätscheck: Einordnung, welche Automatisierungsgrade in der Praxis wirklich erreichbar sind und wo der "Human-in-the-Loop" unverzichtbar bleibt.

Speaker

 

Harald Störrle
Harald Störrle hat Informatik und Psychologie in Tübingen, Hamburg, Edinburgh und München studiert. Er beschäftigt sich seit den 1980'er Jahren mit KI und Softwaretechnik. Nach verschiedenen Stationen national und internationa in Industrie und Wissenschaft arbeitet er seit 2017 bei QAware München als Lead IT Consultant. Er führt Teams als PO, berät Kunden in der Digitalisierung und aktuell der KI-Transformation.
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