Vom Datum zum Datenprodukt: Die Bedeutung der Semantik beim Erschließen und Bereitstellen von Daten
Anhand anschaulicher Beispiele aus Produktion & Logistik der Audi AG soll in einem 45-minütigen Vortrag einsteigerfreundlich vermittelt werden, was Datenprodukte sind, wie sie sich von reinen Daten unterscheiden und welchen Mehrwert sie Unternehmen branchenunabhängig bieten. Dabei wird auch aufgezeigt, welchen Beitrag Datenprodukte zur bereichs- und standortübergreifenden Zusammenarbeit in einem Konzern leisten können. Der Fokus des Vortrags liegt auf der fachlichen Ableitung von Datenprodukten sowie auf einem klaren methodischen Vorgehen zum Aufbau aller für eine ganzheitliche Beschreibung notwendigen Informationen. Dies wird anhand von zwei Beispielen verdeutlicht.
Im ersten Beispiel werden anhand mehrerer analytischer Use Cases wiederkehrende Datenbedarfe identifiziert. Dazu werden Use Case Anforderungen in klare Informationsbedarfe übersetzt und deren Quellen ermittelt. Die Ableitung der dazugehörigen Daten, das Erstellen konkreter Datenprodukte sowie die Definition ihres Mehrwerts werden aufgezeigt. Dabei wird deutlich, wie Datenprodukte über die reine Umsetzung einzelner Use Cases hinaus Fachbereiche bei der zukünftigen Nutzung und Bewertung von Daten unterstützen und gleichzeitig eine konzernweit einheitlich nutzbare Datengrundlage bereitstellen.
Im zweiten, komplexeren Beispiel wird in einem Ablöseprojekt eines hochkomplexen IT-Systems zur Definition des Zuschnitts des neuen Systems und dessen Services beigetragen. Geschäftsprozesse dienen dabei als Ausgangsbasis zur Ermittlung relevanter Informationen. Unterschiedliche methodische Werkzeuge werden vorgestellt, um Komplexität zu reduzieren, Datenprodukte abzuleiten und darauf aufbauend sinnvolle datenbasierte Services zu entwickeln.
Ziel des Vortrags ist es, die Praxisrelevanz und Bedeutung datengetriebener Arbeit mit Fokus auf Datenprodukte aufzuzeigen und den Messebesuchenden einen fundierten Einstieg in dieses Thema zu ermöglichen sowie die Rolle von Datenprodukten als Enabler für skalierbare Zusammenarbeit in großen Organisationen hervorzuheben.
Vorkenntnisse
Die Teilnehmenden benötigen ein Grundverständnis von Daten, Datenstrukturen und Informationen. Begriffe wie Use Case und Datenquelle sollten bekannt sein. Wissen zu Unternehmensprozessen und deren Modellierung ist hilfreich. Relevante Abkürzungen wie beispielsweise EPK, ERM werden kurz erläutert, die Systematik dahinter als bekannt vorausgesetzt.
Lernziele
Teilnehmende lernen, was Datenprodukte sind, wie sie systematisch aus Use Cases und Prozessen abgeleitet werden, welche methodischen Werkzeuge dabei unterstützen und welchen Mehrwert sie für Unternehmen und Datenarchitekturen bieten – veranschaulicht anhand zweier praxisnaher Beispiele aus der Audi Produktion & Logistik.